Bahn fahren mit Hund: Petition fordert besseren Service – oder günstigere Preise

Zugreisen mit Hund sind kompliziert und teuer. Eine Petition fordert nun, die Tarife zu verschlanken. Besteht eine Chance auf Erfolg?

vom Recherche-Kollektiv Tierreporter:
6 Minuten
Ein Hund liegt im Zug zwischen zwei Sitzen

Lisa Ströhlein fährt gern Bahn, genau wie ihr Schäferhundmischling Pepper. „In Berlin und Brandenburg kann ich Pepper auf meinem Deutschlandticket kostenlos mitnehmen“, sagt die 37-Jährige. „Wenn wir zum Wandern ins Umland fahren, brauchen wir kein Auto.“

Das böse Erwachen kam kürzlich, als Ströhlein mit Freundïnnen in den Harz reisen wollte, inklusive dreier Hunde. „Jeder Hund hätte für Hin- und Rückfahrt insgesamt 50 Euro bezahlen müssen“, sagt Ströhlein, also fast so viel, wie ein Deutschlandticket im ganzen Monat kostet.

„Das ist doch absurd, wenn man bedenkt, was man dafür bekommt“, schimpft die Hundehalterin. Statt einen festen Liegeplatz zu erhalten, müssten sich die Tiere zwischen die Sitze quetschen. Reservierungen gebe es nicht.

Eine junge Frau und ihr Hund sitzen im Fahrradabteil eines Zuges.
Lisa Ströhlein und ihr Hund Pepper im Zug. In Berlin und Brandenburg darf Pepper kostenlos mitfahren, in anderen Verkehrsverbünden braucht er eine Fahrkarte.
Hund in Transportbox sitzt im Zug.
Militärangehörige in Uniform dürfen kostenlos Bahn fahren – ihre Hunde nur dann, wenn sie klein sind und in eine Transportbox passen.
Hund liegt im Zug vor einem Sitz.
Ganz gemütlich hier! Für Frauchen und Herrchen, die sich um die Fahrkarte kümmern, ist die Bahnfahrt anstrengender.
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