Top oder Flop? Oscar-Favorit und Narco-Musical „Emilia Pérez“ spaltet die Kinowelt

Er ist für 13 Oscars nominiert und bekam zahlreiche prestigeträchtige Filmpreise. Doch Mexiko kann mit dem schrillen Musical über eine transsexuelle mexikanische Drogenhändlerin nichts anfangen.

vom Recherche-Kollektiv Südamerika+Reporterinnen:
5 Minuten
Filmplakat zu Emilia Pérez mit einer nachdenklichen Selena Gómez.

Am Sonntag werden die Oscars für die besten Filme aus dem Vorjahr im Dolby Theatre in Los Angeles vergeben. Einer der großen Favoriten ist mit 13 Nominierungen das Netflix-Musical „Emilia Pérez“ vom französischen Regisseur Jacques Audiard.

Der Film erzählt die Geschichte der Verwandlung des Drogenhändlers Manitas del Monte, gespielt von der transsexuellen spanischen Schauspielerin Karla Sofía Gascón. Aus Manitas wird zunächst eine Frau (Emilia Pérez) und dann die Gründerin einer NGO, die bei der Suche nach den Zehntausenden von Vermissten in Mexikos Drogenkrieg hilft. Bis das Ganze in einer blutigen Action-Sequenz den tragischen Höhepunkt erreicht.

Filmplakat von Ainda estou aqui von Walter Salles. Darauf zu sehen eine brasilianische Familie.
Offizielles Filmplakat des brasilianischen Konkurrenzfilms beim Oscar: Ainda estou aqui von Walter Salles. Er erzählt eine wahre Familiengeschichte über einen verschleppten Oppositionellen während der Diktatur.
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