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Globale Süßwasser-Biodiversität stark gefährdet: Nature-Studie zeigt alarmierenden Trend
Podcast: Biodiversität in Flüssen, Seen und Feuchtgebieten weltweit höchst bedroht
Auch Wasserkraft gefährdet die Vielfalt

Alle Flüsse und Bäche auf der Erde, alle Seen, Teiche und Tümpel, Moore und Sümpfe sowie die Grundwasservorkommen machen nur einen winzigen Anteil an den Wasserlebensräumen dieses Planeten aus. Die Ozeane sind viel größer. Aber im Süßwasser leben viel mehr Tierarten als in den Meeren. Diese Vielfalt ist bedroht: Für rund ein Viertel der Arten von Süßwasserfischen, Libellen, Krebsen und Garnelen besteht die Gefahr, dass sie aussterben. Studie im britischen Wissenschaftsjournal Nature Das zeigt eine Studie im britischen Wissenschaftsjournal Nature: Auf Initiative der Weltnaturschutzunion IUCN, die die Roten Listen bedrohter Arten pflegt, haben mehr als 80 Forscherinnen und Forscher zur Bewertung der Süßwasser-Biodiversität beigetragen.
Dr. Jörn Geßner, Forschungsgruppenleiter am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin ist einer der Autorinnen und Autoren. Als Gast in unserem Podcast „Fließende Wasser“ macht er an praktischen Beispielen deutlich, dass wir gar nicht weit reisen müssen, um die Probleme im Süßwasser zu betrachten. Es gibt sie sozusagen vor der Haustür, etwa in Form ineffizienter Wasserkraftanlagen oder zu Schifffahrtstraßen degenerierter Flüsse. Jörn Geßner setzt sich seit mehr als 20 Jahren für die Wiederansiedlung von Stören ein. Er erzählt aus eigener Erfahrung, wie man – mühsam und langwierig, aber immerhin – zu Lösungen kommen kann.